Trotz Corona-Hindernissen die Ausbildung erfolgreich bestanden

Drei frisch gebackene Industriekaufleute wurden gleich übernommen

Die erfolgreichen Azubis der EWV

Stolberg. Einfach Maske aufsetzen und weitermachen? „So einfach ist das mit der Ausbildung in Corona-Zeiten dann doch nicht“, sagt Ingo Malejka, der bei der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH die Ausbildung leitet. Das gilt vor allem zum Ausbildungsende, wenn die Prüfungen anstehen. Schließlich muss ein straffer Zeitplan eingehalten werden, der alles vermitteln muss, was zum Berufsbild der Industriekaufleute gehört. Das war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung. „Umso mehr freut sich Ingo Malejka, dass „seine“ drei Schützlinge Timo Braun, Felix Knaak und Jean Robert Wanko trotz der außergewöhnlichen Bedingungen nun ihre Ausbildung zum Industriekaufmann erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Korken knallen später

„Die offiziellen Korken knallen später, wahrscheinlich bei der ersten Freiluft-Freisprechung meiner Berufslaufbahn“, sagt Malejka mit einem Augenzwinkern. Doch vor dem Feiern waren noch mehr als sonst zum Ausbildungsendspurt Einsatz und Flexibilität bei allen Beteiligten gefragt. So musste beispielsweise auf die sonst so wichtigen Präsenztermine im Unternehmen verzichtet werden. „Alles war anders: Die Berufsschule hatte geschlossen und in den Büros war selbstverständlich auch kein Lernen im direkten Austausch möglich“, erklärt Malejka. Dank eines flexiblen Ausbildungsteams, schnell lancierter Angebote der Schulen und den in jeder Abteilung der EWV vertretenen Ausbildungsbeauftragten (ABB) waren dringend nötige Ausweichmöglichkeiten schnell gefunden. „In enger Abstimmung mit unseren sehr agilen ABB sind wir so weit wie möglich aufs Digitale ausgewichen, haben Online-Meetings angesetzt, um den Stoff zu vermitteln und den gegenseitigen Austausch auf möglichst normalem Niveau gehalten“, berichtet er.

Corona infizierte die Ausbildungspläne

Das hat gefruchtet, denn alle drei EWVler bestanden auf Anhieb. Dabei haben sich in der „heißen Phase“ der Prüfungsvorbereitungen auch noch die Planungen verschoben. Eigentlich waren die schriftlichen Prüfungen für April vorgesehen und die praktischen Prüfungen sollten rund sechs Wochen später stattfinden. Doch Corona infizierte hier auch die Ausbildungspläne, ließ keinen Stein auf dem anderen. „Wichtige Dinge wie Prüfungsvorbereitungen absolvieren unsere Azubis eigentlich immer gemeinsam, wobei erfahrene Kollegen immer gute Hilfestellungen geben können“, weiß Malejka. „Das fehlte uns natürlich“, wirft Timo Braun ein. Und auch Mitabsolvent Jean Robert Wanko stimmt zu: „Normalerweise können wir uns gegenseitig aushelfen, das war durch die Corona-Einschränkungen schwierig.“

Es gab auch Pluspunkte

Pluspunkte sammelte der Endspurt vor Ausbildungsende aber auch. „Wir konnten uns die Zeit ein bisschen freier einteilen, das passte manchmal ganz gut in die Tagesplanung“, meint Felix Knaak. Positiv bewerten die nun ehemaligen Auszubildenden auch die Nutzung aktueller Medien. „Die jetzige Azubigeneration geht mit digitalen Möglichkeiten viel selbstverständlicher um als vielleicht die älteren Kollegen“, unterstreicht Ingo Malejka. So konnten sich die frisch gebackenen Absolventen zum Beispiel bei Präsentationen im virtuellen Besprechungsraum zeigen. Hier konnten sie sich als „Digital Natives“ natürlich gut beweisen, was sicherlich auch bei den gefragten Soft-Skills eines künftigen Mitarbeiters Pluspunkte bedeutet.

Alle drei wurden übernommen

Stichwort Mitarbeiter: Alle drei wurden direkt nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung übernommen und arbeiten dabei größtenteils in Bereichen, die sie schon kennen und die ihnen liegen. „Bei der EWV wird ja immer auch für den eigenen Bedarf ausgebildet“, erzählt Ingo Malejka, „und gegen Ende der Ausbildungszeit können sich die künftigen Kolleginnen und Kollegen schon über ihre zum Ausbildungsplan gehörigen Fachaufgaben für einen Bereich empfehlen und spezialisieren.“ Das war und ist natürlich auch in der von coronabedingten Änderungen geprägten Zeit so. Die gesammelten Erfahrungen auf allen Seiten tragen in jedem Fall dazu bei, dass sich das Thema Ausbildung weiterhin fortentwickelt. „Vielleicht können wir ja das Digitale teilweise in den Regelbetrieb einbauen“, schließt der erfahrene Ausbilder Malejka. „Auch wenn der persönliche Kontakt und die Ausbildung von Angesicht zu Angesicht ein unverzichtbarer Baustein bleiben wird."

Bildtext: EWV-Ausbildungsleiter Ingo Malejka freut sich mit den frisch gebackenen Industriekaufleuten Felix Knaak und Timo Braun (v.r.), es fehlt Jean Robert Wanko. Foto: EWV/Markus Bienwald

 

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